2008 - Bregenzerwald

Johannes Schubart, Michael Fröbel und Peter Eilhauer

02. Oktober - 05. Oktober 2008

 

Gipfel: Karren (971 m.ü.A.)

Schwierigkeit: T1 (SAC)

 

Nach der erlebnisreichen Herbsttour ins Berner Oberland 2006 und der Expedition zum Everest Base Camp 2007 fahren wir dieses Jahr nach Vorarlberg. Doch bereits auf der Anreise begleitet uns Dauerregen, dieser soll - in wechselnder Intensität - während des gesamten Wochenendes unser Begleiter werden. In Hard am Bodensee logieren wir die erste Nacht im Gasthof "Krone". 

Der Morgen des Feiertags zeigt einen bedeckten Himmel mit tief hängenden Wolken, trotzdem fahren durch das Tal der Bregenzer Ache über Bezau nach Au. Unterwegs setzt leichter Nieselregen ein, der uns aber von unserem Vorhaben 'Besteigung der Holenke/Kanisfluh' nicht abzuhalten vermag. Auf zunächst breitem Wanderweg geht es beständig bergan, ab 1.000 Meter wechselt der Niederschlag in Schnee über. Kurz hinter dem (leider geschlossenem) Gasthof "Edelweiß" (1.473) setzt ein Schneesturm ein, unsere Spuren auf dem eh noch kaum erkennbarem Weg sind innerhalb von kürzester Zeit zugeweht, auch die Sicht wird immer schlechter. Wir brechen deshalb unsere Wanderung in Österreichisch-Sibirien ab und kehren ins Tal zurück. Am Abend ziehen wir vom Gasthof "Krone" zu unserem Bekannten Reinhard um, hier verbringen wir einen gemütlichen Abend und schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen (Inka-Trail in Peru).

Auch am 04. Oktober bessert sich das Wetter nicht, die von Reinhard vorgeschlagene Wanderung vom Bödele zum Hochälple fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. In der Hoffnung auf Besserung der Witterung besuchen wir dann das Rolls-Royce-Museum in Dornbirn. Anschließend wandern wir von dort über Bürgle und die Staufenalpe hinauf zum Gasthof Schuttanen (1.160). Ob des immerwährenden Schneefalls auf der Tour sind wir für die Einkehr hier sehr dankbar. Am Nachmittag geht es über Kühberg zum Karren (971), dem Hausberg Dornbirns. Hinab in die bevölkerungsreichste Stadt Vorarlbergs bringt uns die Karren-Seilbahn. Nach einer ausgiebigen Dusche kehren die Lebensgeister zurück und wir lassen den Tag im Gasthaus "Käthr" ausklingen.

Auf der Heimreise am nächsten Tag fassen wir stillschweigend den Beschluß, auf weitere Herbsttouren zu verzichten und ein anderes Wochenende (Ende Juni/Anfang Juli) für mehrtägige Bergtouren zu reservieren.